Die Abluftbehandlung

Die Aufgaben:
Gaswäscher in Kolonnenbauweise und Gegenstromprinzip
  • Reduzierung von Geruchsemissionen
  • Schutz der Mitarbeiter vor gefährlichen Gasen
  • Schutz der Anlagenteile vor Korrosion


  • Geruchsquellen:
    Anders als allgemein angenommen stinkt "frisches" Abwasser nicht. Es riecht erdig. Auf dem langen Wegen in dem riesigen Kanalnetzen einer Großstadt jedoch setzen nach mehreren Stunden Faulprozesse ein , die u.a. mit der Bildung von Schwefelwasserstoff einhergehen.
    Dieses gefährliche Gas tritt am Ende des Kanalnetzes , in der Kläranlage wieder ans Tageslicht.
    Weitere Gerüche entstehen bei der Abwasserreinigung selbst. Im Sandfang und den Belebungsbecken wird Luft in das Abwasser eingeblasen.Klicken zum Vergrössern ! Dadurch "strippen" die in Wasser gelösten Geruchsstoffe aus und gelangen in die Umgebungsluft. Bei der Schlammbehandlung sind ebenfalls Faulprozesse im Gang. Dort liegen weitere Emissionspunkte. Zum Schluss tragen auch die internen Prozesswässer zu Geruchsproblemen bei. Sie bestehen aus Überstandswasser der Schlammbehandlung und den Zentrifugen oder Kammerfilterpressen.
    Diese werden in einem betriebsinternen Kanal der Abwasserreinigung zurückgeführt.

    ABLUFTREINIGUNG
    Video: Abluftreinigung

    Abluft erfassen:
    Um zu verhindern das Geruchsemissionen in die Atmosphäre gelangen , werden die betroffenen Anlagenteile gezielt abgedeckt und mit einer Absaugung versehen.

    Abluft reinigen:
    Verfahrensbild - zum Vergrössern klicken.
    Zur Reinigung der mit unzähligen , teils bekannten (H2S) , teils unbekannten Stoffen angereicherten Abluft werden chemische Gaswäscher und Bioflächenfilter verwendet.
    Die nachgeschalteten Bioflächenfilter reinigen die restlichen Geruchsstoffe auf biologischem Wege. Im Filtermaterial adaptierte Mikroorganismen nehmen diese Stoffe auf und verbrauchen sie für ihr eigenes Wachstum.

    THEMA: Bewuchs der Biofilter:
    Die Pflege eines offenen Biofilters ist nicht immer Problemlos möglich und bedarf viel Zeit. Eine ungewollte Begrünung des Filters ist fast unvermeidbar. In der Praxis hat sich aber herausgestellt , das der Bewuchs mit Gräsern bei faserigen oder groben Filtermaterialien durchaus vorteilhaft ist.
  • So wird das Austrocknen des Filterbetts durch Wettereinflüsse an der Oberfläche vermieden.
  • Verminderung des Partikelaustrages aus dem Filter
  • Erhöhung der mikrobiellen Besiedlungsdichte im Wurzelbereich der Grasmatte
  • Verwertung von Stickstoff ( N ) durch die Pflanzen
  • Optische Aufwertung der Anlage

  • 360° Panorama Gaswäscher Pumpenraum >>>


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