Das Schneckenpumpwerk
( hier Einlaufpumpwerk )
Das Schneckenpumpwerk besteht wie der Name schon sagt aus motorgetriebenen Schneckenpumpen mit
einem Durchmesser von 2,3 bzw. 2,9 Meter. Die maximale Förderleistung des gesamten Pumpwerks beträgt
9,2 m³ Abwasser pro Sekunde. Das ist die Menge die das Klärwerk bei Regenwetterzufluß aufnehmen kann.
Da Wasser nicht bergauf fließt hat das Pumpwerk die Aufgabe das aus den Sammlern (so heißen die großen Kanäle
die letztendlich im Klärwerk enden.) zufließende Abwasser "anzuheben" damit es im freien
Gefälle durch die Anlage fließen kann. Dieses Beispiel-Klärwerk besitzt ein Mischwasserkanalnetz, d.h. Regenwasser und Schmutzwasser werden gemeinsam in einem Kanalsystem
aus der Stadt zum Klärwerk geleitet. Der Nachteil dieses Systems sind die großen Mengenschwankungen
auf die sich die Abwasserreinigung einstellen muss. Der Vorteil ist ein kostengünstigeres System, da nur ein Kanalnetz
unterhalten werden muss. Zudem ist es in Großstädten ökologisch auch angebracht, angesichts der hohen Verkehrsdichte
und der damit einhergehenden Verschmutzung der Straßen und des damit abfließenden Regenwassers , so zu verfahren.
Maschinenhalle ,
Schneckenpumpen s/w
Der Grobrechen :
Er hat die Funktion eines Siebes. Die großen Festteile im Abwasser werden hier zurückgehalten und aus der
Abwasserreinigung entfernt. Die Spaltweite der gesamt 4 Grobrechen beträgt 4 cm. Das sogenannte Rechengut
wird, nachdem es in einer Rechengutpresse entwässert worden ist , per Förderband in den nächsten Kontainer verbracht. Das Rechengut wird daraufhin als Sondermüll entsorgt .
An dieser Stelle kommen erstmals Kosten auf die Städte und Kommunen und letztenendes auf die Einwohner zu, den je mehr
Grobstoffe in den heimische Ausguß geschüttet werden , desto teurer Ihre Abwassergebühren.
Ein Tabelle mit dem was nicht dort hinein gehört finden Sie hier !
Fotos:
Der Grobrechen ,
Das Rechenwerk
Der Sandfang
Der Sandfang hält wie man vermuten kann grob und feinkörnige Stoffe wie z.B. Sand zurück.
Ein belüfteter Sandfang erzeugt durch viele Luftdüsen im
Kanalgerinne ein Art Wasserwalze die
wie eine Zentrifuge funktioniert. Die Teilchen die schwerer sind als Wasser
werden durch die Fliehkraft nach Außen gedrückt und bleiben in einer
Bodenrinne hängen. Die Fließgeschwindigkeit (0,2 -0,3 m/s)im Sandfang ist
genau festgelegt , damit genügend Zeit für den Absetzvorgang bleibt. Ein
Räumer mit Schilden schiebt diese Stoffe kontinuierlich in einen Trichter.
Dort wird der Sand mittels einer Mammutpumpe in den Sandklassierer und die
Sandwaschanlage zur Entwässerung gefördert. Eine Mammutpumpe hat keine
beweglichen Teile , sie funktioniert mit Druckluft , welche im saugseitigen
Rohr eingeblasen wird. Durch den dabei entstehenden Sog wird das
Fördergut (in diesem Fall der Sand ) mitgerissen.
Der Sand wird dann zusammen mit Rückständen aus der Kanalisationsreinigung (Kanalsand) in einer Sandwaschanlage gereinigt und anschliessend z.Bsp. im Straßenbau verwendet.
Das Rechengut wird entsorgt bzw. deponiert.
Der Feinrechen
Er funktioniert genauso wie der oben beschriebene Grobrechen. Der einzige Unterschied besteht
in der Spaltenweite der Rechenstäbe. Diese beträgt hier nur noch 20 mm.
Als weiterer Rechen befindet sich noch ein Feinstrechen auf der Anlage. Dieser ist im Rücklaufschlammkanal
montiert und hat eine Spaltenweite von nur noch 10 mm.
Alles Rechengut wird in Kontainer verladen und entsorgt bzw. deponiert.
|